Auf kleinen Nebenstraßen radeln wir durch die Bergwelten des Peloponnes, in Dörfer und an Strände, zu Tavernen und Bouzouki-Musik. Mit dem Pedelec fallen die steilen Anstiege ganz leicht, und die Abfahrten sind grandios. Wie nebenbei lernen wir auch noch etwas Griechisch.
Die Bouzouki des Wirts der Taverne in Nafplión liegt mit dem Gesicht nach unten auf dem Tresen. Er serviert Retsina vom Fass in orangefarbenen Aluhaferln, spielt aber nicht. Macht nichts, zu einem späteren Zeitpunkt werden wir auf einen versierten Bouzoukispieler treffen.
Im pittoresken Nafplión mit seinen Gässchen, Tavernen und drei Burgen beginnt unsere Radtour. König Otto von Bayern war hier, deshalb gibt es einen steinernen, bayerischen Löwen zum Andenken an die toten bayerischen Soldaten und an die Opfer einer Epidemie in Tíryns 1833/34. Die weiß-blaue griechische Fahne ähnelt nicht von ungefähr der bayerischen. Nafplión liegt auf dem Peloponnes, dessen Name vom König Pelops, Sohn des Königs Tantalos, herrührt. Ist der Peloponnes nun ein Eiland oder nicht? Die Antwort schwimmt im Wasser des Kanals von Korinth, der den Peloponnes vom Festland abtrennt. Ich bin für „ja“.